Jetzt live: Anarchische Stempel – Der Pariser Künstler Tampographe Sardon

© Roman Jehanno

Ein Totenkopf; zwei Männer, die innig Tango tanzen; eine ätherische Libelle; Pin-up-Girls und nackte Cowboys. Kunstgeschichte trifft auf Punk und schwarzen Humor. Der Pariser Vincent Sardon produziert unter dem Künstlernamen Tampographe schöne und provokative Stempel. Was als private Leidenschaft begann – er selbst nennt es eine Neurose -, ist dank Internet zu einer kleinen Erfolgsgeschichte geworden.

Ich habe den Stempelmacher in seinem kleinen Geschäft in der Nähe des Promi-Friedhofs Père-Lachaise besucht und für die Ö1-Sendereihe Diagonal einen Beitrag gemacht, der heute gesendet wird. Die Sendung beginnt um 17.05 Uhr. Hier kann man sie danach glücklicherweise noch 28 Tage lang nachhören (Beginn meines Beitrags bei ca. 88:00).

Diagonal Stadtporträt Paris – die Banlieue (aktualisierte Wiederholung)

Mein Diagonal zur Pariser Banlieue (zusammen mit Antonia Löffler) wird morgen, Samstag, auf Ö1 wiederholt: 17.05 bis 19 Uhr! Die Sendung habe ich um einen neuen, aktuellen Beitrag zum sportlichen « olympischen Erbe » in der Banlieue erweitert. Es ist auch eine gute Gelegenheit, coole Musik aus der Gegend zu hören.

Sport in der Banlieue: Ist für die jungen Rugby-SpielerInnen in Bagnolet nach den Spielen etwas besser geworden?

Im Juli und August 2024 fanden in Paris die Olympischen Sommerspiele statt. Vieles hat sich nicht in der Gemeinde Paris abgespielt, sondern in Vororten der französischen Hauptstadt, in der Pariser Banlieue.

Die Vorbereitungen für das Großereignis Olympische Sommerspiele hatten in den vergangenen Jahren dem Riesenprojekt « Grand Paris » einen Schub verliehen. Es soll die verhältnismäßig kleine Kernstadt Paris und das angrenzende städtische Gefüge besser verbinden – verwaltungstechnisch und stadtplanerisch -, damit eine kompetitive Metropole an der Seine entsteht. Die konkreteste Neuigkeit für die 7 Millionen Einwohner:innen, die Banlieue bekommt eigene U-Bahn-Linien.

Liefert die Metropolisierung eine Antwort auf 40 Jahre Krise in der Banlieue? Weite Teile der Bevölkerung haben Angst, außen vor gelassen zu werden. Die öffentliche Hand lässt zwar auf die Zäune der kolossalen Baustellen plakatieren, die Olympischen Spiele seien ein « Geschichte-Beschleuniger », hieß es, doch welche Geschichte wird hier genau beschleunigt?

Es ist bekannt: Die Geschichte der Banlieue ist eine von Ausgrenzung und Revolten am Rande einer Weltstadt. Eine lange Geschichte von stadtplanerischen Versuchen, Ordnung in das bauliche Durcheinander zu bringen. Man vergisst im Ausland aber gerne, dass sich in der Pariser Banlieue nicht nur die ärmsten, sondern auch manche der reichsten Gemeinde des Landes befinden – und alles dazwischen. Das Wort Banlieue ist in der deutschen Sprache zum Synonym für urbane Versäumnisse geworden und wird oft als Menetekel verwendet. Währenddessen verschwindet der reale Ort von der kollektiven Wahrnehmung.

Nach der Ausstrahlung wird die Sendung 28 Tage lang hier zu finden sein: oe1.orf.at/programm/20250412/791484/Diagonal-Stadtportraet-Paris-Die-Banlieue

Diagonal: Stadtporträt Paris – die Banlieue

Vom 26. Juli bis zum 11. August 2024 finden in Paris die Olympischen Sommerspiele statt. Vieles wird sich aber, strenggenommen, nicht in der Gemeinde Paris abspielen, sondern in Vororten der französischen Hauptstadt, in der Pariser Banlieue.

Die Vorbereitungen für das Großereignis Olympische Sommerspiele haben in den vergangenen Jahren dem Riesenprojekt « Grand Paris » einen Schub verliehen. Es soll die verhältnismäßig kleine Kernstadt Paris und das angrenzende städtische Gefüge besser verbinden – verwaltungstechnisch und stadtplanerisch -, damit eine kompetitive Metropole an der Seine entsteht. Die konkreteste Neuigkeit für die 7 Millionen Einwohner:innen: die Banlieue bekommt eigene U-Bahn-Linien.

Liefert die Metropolisierung eine Antwort auf 40 Jahre Krise in der Banlieue? Weite Teile der Bevölkerung haben Angst, außen vor gelassen zu werden. Die öffentliche Hand lässt zwar auf die Zäune der kolossalen Baustellen plakatieren, die Olympiade sei ein « Geschichte-Beschleuniger », doch welche Geschichte wird hier genau beschleunigt?

Es ist bekannt: Die Geschichte der Banlieue ist eine von Ausgrenzung und Revolten am Rande einer Weltstadt. Eine lange Geschichte von stadtplanerischen Versuchen, Ordnung in das bauliche Durcheinander zu bringen. Man vergisst im Ausland aber gerne, dass sich in der Pariser Banlieue nicht nur die ärmsten, sondern auch manche der reichsten Gemeinden des Landes befinden – und alles dazwischen. Das Wort Banlieue ist in der deutschen Sprache zum Synonym für urbane Versäumnisse geworden und wird oft als Menetekel verwendet. Währenddessen verschwindet der reale Ort von der kollektiven Wahrnehmung.

Dazu habe ich, gemeinsam mit Antonia Löffler, eine Sendung gestaltet. Hier einen Monat lang nachzuhören: https://oe1.orf.at/programm/20240727/763962/Stadtportraet-Paris-die-Banlieue