Wenn dir ein Platz auf einem Raketenschiff angeboten wird, frag nicht, welcher Platz. Steig einfach ein.
Das Zitat kommt von Sheryl Sandberg. Die US-amerikanische Unternehmerin war Co-Geschäftsführerin und Aufsichtsrätin bei Meta, vormals Facebook. 1969 geboren, sie wurde schnell eine der reichsten Frauen der Welt. In ihrem 2013 erschienenen Buch Lean In (Häng dich rein) Frauen und der Wille zum Erfolg redet sie ihren Geschlechtsgenossinnen ins Gewissen, sich mit Angst und Selbstzweifeln nicht selbst zu lähmen.
Und dann haut der « Girlboss » auf den Putz: Die 22-jährige Kalifornierin Sophia Amoruso, macht das große Geld und ist knallhart. 2014 erscheint ihr Buch; 2017 flimmert ihre Blitzkarriere über die Fernsehschirme – Girlboss heißt die Netflix-Serie. Gezeigt wird allerdings nicht die Firmenpleite der Heldin und dass sie Mitarbeiterinnen rausschmeißt, die in Karenz oder Elternteilzeit gehen wollen.
« Bye-bye, Boss Bitch », schrieb 2022 der Fluter, ein deutsches Politikmagazin für Millennials. Der Girlboss-Feminismus, ein kapitalistisches Kartenhaus, Marketing-Gag, Rüstzeug für den ungehinderten Aufstieg?
Ich habe mich auf die Suche begeben und meine Reportage wurde am Wochenende in der Ö1-Sendung Diagonal gesendet. Interessierte können sie noch bis Samstag online nachhören: oe1.orf.at/player/20261010/845920/1791645295350
Und danach ein paar Wochen lang da (ab 9’55) oe1.orf.at/programm/20261010/845920/Eine-wird-s-schon-richten-Diagonal-zur-Person-Chefin


