Eine Stimme am Apparat

Ein Telefondolmetsch-Dienst für gehörlose und schwerhörige Menschen

Die Nachfrage ist zurzeit beim Relay-Service des Vereins Service-Center ÖGS*-Barrierefreiheit sehr hoch. Denn in Zeiten der Pandemie lassen sich viele Amtswege nicht mehr persönlich erledigen und die Möglichkeiten, mit Behörden, Bank, Stromanbieter & Co. schriftlich zu kommunizieren, sind begrenzt. Was hörende Menschen mit einem einfachen Telefonat erledigen können, ist für Gehörlose und Schwerhörige oft unmöglich. Da hilft das Relay-Service in Wien. Dessen Mitarbeiterinnen sind für Kundinnen und Kunden Ohr und Stimme am Apparat und helfen Gehörlosen und Hörenden, sich in Gebärden- und Lautsprache zu verständigen. Damit hält das Telefonieren Einzug in die Gehörlosenkultur – samt Warteschleifen, Anrufbeantwortern und wortlosem Auflegen.

Mein 10-minütiger Beitrag dazu ist gestern in Moment auf Ö1 gesendet worden und bleibt noch 6 Tage online: oe1.orf.at/programm/20211201/658064/Telefondolmetsch-Dienst-fuer-gehoerlose-Menschen

*ÖGS = Österreichische Gebärdensprache

Vom Wickeltischsturz bis zum Scooterunfall

Unfälle von Kindern und Jugendlichen und wie man sie vermeiden kann

Ein Augenblick, etwas Unvorhersehbares, Unaufmerksamkeit. Mit ein wenig Glück kommt das Kind mit einer Schürfwunde davon. Oft aber ist die Verletzung schwerwiegender. Österreichs Krankenhäuser behandeln jährlich rund 315.000 Kinder und Jugendliche nach einem Unfall. Stürze, Hundebisse, Verkehrsunglücke – die unter 19-Jährigen sind dafür besonders anfällig.
Was für Kinder und Eltern eine absolute Ausnahmesituation ist, gehört für Spitalspersonal zur Routine. Am Grazer Universitätsklinikum führt sogar ein Forschungsinstitut eine „Unfalldatenbank“. Wie oft endet der Saltoversuch auf dem Trampolin im Garten mit einem abgebrochenen Frontzahn? Das wissen die Grazer Unfallforscher. Sie erstellen Statistiken und analysieren die Muster, die sich hinter den Vorfällen verbergen. Daraus lassen sich Erkenntnisse über mögliche Sicherheitsvorkehrungen ableiten, die in Präventionsarbeit bei Eltern und Nachwuchs fließt.
Doch: Lassen sich alle Unfälle verhüten? Und was wäre eine Kindheit ohne eine gewisse Dosis Leichtsinn, Fantasie und Freiheitsliebe?

Es war gestern in Moment auf Ö1 und die Sendung kann noch 6 Tage lang online nachgehört werden: oe1.orf.at/player/20211123/657648

Und heute sendet Ö1 um ca. 15:50 Uhr das Echo auf die Sendung!

Boostés ou confinés : les Autrichiens face au mur du vaccin anti-Covid

Confronté à une hausse des contaminations, Vienne a décidé d’un confinement des réfractaires au vaccin depuis ce lundi. Le gouvernement espère les inciter à se faire immuniser.

Il est pile 9 heures ce lundi, dans le XXIIe arrondissement de Vienne. Devant l’Austria Center, un centre de congrès transformé en centre de vaccination, le maire est venu inaugurer un programme à destination des enfants à partir de 5 ans. Le sérum Pfizer-BioNTech, qui leur est administré ici dès ce lundi, n’a pas encore reçu l’aval de l’Agence européenne des médicaments pour cette tranche d’âge, mais le dirigeant social-démocrate de la capitale ne veut pas attendre, au vu de la multiplication des infections en Autriche. «Nous devons prendre des mesures le plus tôt possible pour éviter d’être contraints par la suite à des décisions plus drastiques», explique Michael Ludwig.

Dans la file d’attente de ceux qui sont venus se faire vacciner, Kitti, 35 ans, patiente avec sa fille. Cette dernière n’aura 5 ans que dans quelques jours, mais Kitti espère qu’elle pourra dès aujourd’hui recevoir sa première dose. «Depuis sa naissance, ma fille a reçu au moins 20 vaccins, raconte-t-elle. Alors pourquoi pas celui-ci ? Dans notre entourage, il y a eu des infections au Covid et je veux la protéger.»

Lire la suite « Boostés ou confinés : les Autrichiens face au mur du vaccin anti-Covid »

Bitume et asphalte : imperméabilisation des sols, exemple et contre-exemple autrichiens

Silvia Drechsler, maire adjointe de la ville de Mödling, devant le lit « renaturalisé » du ruisseau Mödlingbach.

La quantité de bitume qui recouvre nos sols est un enjeu climatique : ce qu’on appelle «imperméabilisation des sols» limite l’absorption du CO2 et entraîne un ruissellement des eaux de pluie qui augmente les épisodes d’inondations. En Autriche, l’organisation environnementale WWF a annoncé mi-octobre 2021 que 11 hectares de sols naturels avaient disparu sous des constructions. Dans le pays, les surfaces artificielles se multiplient deux fois plus vite que la population. Les statistiques manquent, mais il semblerait que l’Autriche soit, en Europe, une des championnes en la matière.

Je suis partie en reportage dans deux villes des environs de Vienne : l’une a reçu un prix pour sa gestion des sols, l’autre, à seulement quelques kilomètres, est plutôt un contre-exemple… Pour réécouter le reportage dans Accents d’Europe, c’est sur la page de RFI : rfi.fr/fr/podcasts/accents-d-europe/20211103-urgence-climatique-le-nucl%C3%A9aire-refait-surface-et-d%C3%A9bat

Randnotizen und Literatur ohne « beschreibendes Chichi* »

« Céline Béal hat schlecht geschlafen… »: Meine ersten « Randnotizen » für Moment sind am letzten Montag gesendet worden und sind noch zwei Tage online: oe1.orf.at/player/20211025/655918/1635169735871

Und der nächste Beitrag – dieses Mal aber weniger persönlich – kommt am Mittwoch nächster Woche. Es geht um Barrierefreiheit und um die Frage, ob Literatur in Leichter Sprache immer noch Literatur ist.

Mit der Autorin Susanne Strnadl habe ich über ihre erste Kurzgeschichte in Leichter Sprache gesprochen und anschließend das Rauschen der Bäume mit besonderer Aufmerksamkeit gehört.

Ende September sind die drei Preisträgerinnen des « capito-Wien »-Wettbewerbs bekannt geworden. capito Wien ist Teil eines deutschsprachigen Netzwerks für barrierefreie und verständliche Information und Kommunikation. Für diesen neuen Literaturwettbewerb mussten die Autorinnen und Autoren in Leichter Sprache schreiben, also in einer speziell geregelten Sprache, die insbesondere Menschen mit Lern- oder Leseschwierigkeiten verstehen können.
Fünfzehn der bei dem Wettbewerb eingereichten Texte wurden im Buch « Einfach zum Lesen » im BoD-Verlag veröffentlicht. Der Band soll als Vorbild dienen, wie Barrierefreiheit in der Literatur verwirklicht werden kann. Aber ist Literatur in Leichter Sprache noch Literatur?

*duden.de/rechtschreibung/Chichi