Wie ich Nachbarschaft anlege

Persönliche Strategien für das Nebeneinanderwohnen

Meine Frau ist da mehr friedensstiftend … Ich bin für Vendetta! »

In der postmodernen Stadt herrscht Anonymität und es gilt vor allem, die eigene Privatsphäre zu schützen. „Die Jungen kommen sich nicht mehr vorstellen, wenn sie einziehen“, bedauert eine Wienerin. Die Nachbarinnen und Nachbarn wechseln öfter, sie kommen teilweise von weit weg und ziehen nach einigen Jahren wieder aus. Auch am Land arbeitet man weniger oft am Feld zusammen, nicht mehr das ganze Dorf trifft sich sonntags in der Kirche. Gesellschaft findet vermehrt in digitalen Räumen statt.

Welche Rolle spielt Nachbarschaft für die Menschen in Österreich? Messen sie der Beziehung zu den Menschen im Haus oder der Wohnung nebenan im globalisierten Zeitalter immer noch eine besondere Bedeutung bei? Und welche Strategien verfolgen sie im Umgang mit ihm – damit sich das Leben nebeneinander nicht nur friedlich abspielt, sondern vielleicht noch Vorteile mit sich bringt?

Ich habe für „Moment“ im Gemeindebau und am Bauernhof, bei Jung und Alt, bei Alteingesessenen und Neuzugezogenen nachgefragt. Das war Teil 1 einer Themenwoche „Nachbarschaft“; die Sendung wurde gestern ausgestrahlt: sound.orf.at/radio/oe1/sendung/188356/wie-ich-nachbarschaft-anlege

Wort der Woche: « Auskunftsperson »

« Morgen, Donnerstag, wird das Parlamentsjahr 2024 eröffnet. Gleich zwei neue Untersuchungsausschüsse treten im Nationalrat zum ersten Mal zusammen. Die Personen, die vor Untersuchungsausschüsse geladen werden, sowie ihre Aussagen (oder Nicht-Aussagen), beschäftigen immer die Öffentlichkeit. Und auch darum geht es im Prozess gegen ex-Kanzler Sebastian Kurz und seinen Vertrauten Bernhard Bonelli, der heute fortgeführt wird. Beide müssen sich gegen Vorwürfe verteidigen, vor einem ähnlichen „U-Ausschuss“ 2020 falsch ausgesagt zu haben … als sie selbst Auskunftspersonen waren … »

„Auskunftsperson“ war das « Wort der Woche » von Moment am 10 Jänner: sound.orf.at/podcast/oe1/oe1-moment—notizen/wort-der-woche-auskunftsperson

Wort der Woche: pride

Das inoffizielle Wort der Woche ist wahrlich « Excel« . Aber …

Auch in diesem Juni feiert die LGBT-Community den „Pride-Monat“, bei dem es darum geht, Sichtbarkeit zu schaffen und Toleranz gegenüber Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität zu fördern. Am vergangenen Samstag zog eine „Pride-Parade“ durch die Bregenzer Innenstadt; in Graz, Linz und anderen Städten werden im Laufe des Monats weitere Aufmärsche folgen; Wien veranstaltet ein ganzes Festival mit dem Namen „Pride Vienna“ vom 1. bis 18. Juni.

„Pride“ war heute das « Wort der Woche » bei Moment und ich habe die Soziologin der Emotionen Anna Durnová dazu interviewt. In diesem kurzen Beitrag hört ihr, welchen Sinn sie darin sieht, so intime Sachen wie Liebe, Geschlecht und Sexualität in die Öffentlichkeit zu feiern. Sie erklärt auch die Rolle, die das Gefühl von Stolz/Pride in der Entstehung von sozialen Bewegungen spielt.

Hier geht es direkt zum Beitrag: oe1.orf.at/player/20230607/722206/1686145761000

Une millionnaire qui demande à payer plus d’impôts

C’est une petite lettre qui n’est pas passée inaperçue. Adressée au Forum économique mondial qui se tenait à Davos, en Suisse, le mois dernier, elle était signée par quelque 200 millionnaires qui demandaient à être davantage imposés. « Une mesure rendue nécessaire », expliquaient-ils, « par une société des extrêmes mise en danger par les inégalités croissantes ».

Parmi ces signataires : Marlene Engelhorn, une jeune héritière autrichienne, très lucide sur l’état de son portefeuille et de sa planète. Mon interview avec elle a été diffusée vendredi dernier en début d’émission dans « Accents d’Europe » : rfi.fr/fr/podcasts/accents-d-europe/20230210-l-europe-des-millionnaires

L’Autriche au cœur de l’influence russe en Europe

Depuis fin juin, l’ancien Premier ministre français François Fillon siège au Conseil d’administration d’un groupe pétrolier russe. Ce n’est pas le seul politique européen qui se soit reconverti dans une entreprise russe, à un poste très bien payé – l’ancien chancelier allemand Gerhard Schröder est l’exemple le plus connu. Mais s’il y a un pays qui reste sans doute champion en la matière, il s’agit bien de l’Autriche… Comment fonctionne cette stratégie d’influence et pourquoi les Autrichiens sont-ils si souvent embauchés par des organisations russes après une carrière politique ? Pour écouter mon interview avec l’auteur Anton Shekhovtsov sur la question, c’est dans Accents d’Europe de vendredi dernier, ici : https://www.rfi.fr/fr/podcasts/accents-d-europe/20210716-face-aux-d%C3%A9bris-spatiaux-l-europe-veut-faire-le-m%C3%A9nage-en-orbite