Das große Rechnen vor der Pension

Meine letzte Sendung für Ö1 kann bis Dienstag nachgehört werden: oe1.orf.at/player/20210622/641776/1624368607275

Kalkulation oder Improvisation? Die Finanzplanung für den Ruhestand

Österreich zählt mehr als vier Millionen Pensionsversicherte und fast zwei Millionen BezieherInnen einer Alterspension. Das sind insgesamt sechs Millionen Menschen, die entweder für später vorsorgen oder von der früheren Vorsorge leben – aber keine sechs Millionen Vorsorge-Fachleute. Vielmehr bleibt für viele die Höhe der zu erwartenden Pension lange mysteriös. Erst wenn der Tag X naht – der sogenannte „Pensionsstichtag“ –, beginnen Pensionsversicherte zu kalkulieren und an ihrem Finanzierungsplan für den Ruhestand zu arbeiten. So tun es die meisten von ihnen.
Wie erleben die Betroffenen das große Rechnen vor dem Ruhestand? Welche Fehler sehen ExpertInnen?
Eine Sendung im Rahmen des Ö1-Schwerpunkts „Neue Wege ins Alter“.

Nach der Sendung konnten die ZuhörerInnen anrufen. Einen Ausschnitt ihrer Reaktionen wurde am nächsten Tag gesendet: oe1.orf.at/player/20210623/641832/1624456189863

Grüßen. Ein kleines Ritual, das schon alles sagt

+++ Hörtipp für morgen +++ 18.15 Uhr auf Ö1 ++++

Ich habe einen « Moment am Sonntag » mit Eva Gänsdorfer gestaltet. Zu hören: Betrachtungen über das Grüßen in Österreich, Erfahrungsberichte von spannenden Menschen (u.a. mir 😉 ) und tolle Musik.

Und wie war es damals? Aus Der deutsche Gruß, Geschichte einer unheilvollen Geste von Tilman Allert

Der Gruß als das kürzeste Stück Gesellschaft.

Das Coronavirus hat unser körperliches Grußverhalten grundlegend verändert. Händeschütteln, Umarmungen und « Bussi Bussi » gehen in Zeiten der Pandemie nicht mehr. Doch auch abseits von Hygienebestimmungen kann Grüßen kompliziert werden: « Grüß Gott » gleicht nicht « Guten Tag », und « Hallöchen » nicht « Sehr geehrte Damen und Herren ». Grußrituale sind Türöffner der Kommunikation, unentbehrlich und sollen Ehrerbietung und Zugehörigkeit vermitteln. Ob mündlich oder schriftlich, Gestik oder Mimik – ein Gruß verrät viel über die Herkunft des Gegenübers, sein Milieu oder eine ganze Generation. Außenstehende müssen die « Codes » des Grüßens kennen. Und das Nicht-Grüßen ist auch ein Statement. Eine Reflexion über Gesten und Worte, die Menschen meist automatisch vollziehen, ohne an deren soziale und kulturelle Bedeutung zu denken.

oe1.orf.at/programm/20210307/630717/Hallo-Gruess-Gott-Guten-Tag-Gruessen-als-Alltagsritual

« Mein Akzent »

Heute um 15.30 Uhr wird meine Sendung zum Thema « Mein Akzent » auf Ö1 gesendet: oe1.orf.at/programm/20210209/627666/Reden-mit-Akzent

Es geht nicht um meinen persönlichen Akzent, sondern darum, wie fremdsprachige Akzente Identität stiften. Ich durfte über dieses spannende Thema mit vielen AkzentsprecherInnen und Expertinnen sprechen.

Hörbarer Unterschied, Aushängeschild eines Lebens über die Grenzen, melodischer Beitrag zur Diversität oder aber Diskriminierungsgrund.

Fast 17 Prozent der Bevölkerung in Österreich hat eine ausländische Staatsangehörigkeit. Grob gerechnet: rund ein Fünftel der Menschen sprechen mit einem fremdsprachigen Akzent – bundesdeutsch inklusive. Die Akzente bestimmen unterschwellig die Identität jener, die sie haben. Und sie lösen sogar physikalische Reaktionen bei jenen aus, die sie hören. Türkisch, rumänisch, italienisch, tschechisch – gleichen sich alle Sprachmelodien und Aussprachemuster?

Das Gift der Zigarettenenden

Und noch ein Umweltthema… Einer meiner ersten Beiträge für Moment ist gestern wiederholt worden und kann also sieben Tage nachgehört werden, und zwar genau hier: oe1.orf.at/player/20200903/611310/1599139802724

Klein, aber keine Kleinigkeit: der achtlos weggeworfene Zigarettenstummel

Laut « Naturschutzbund Österreich » werden hierzulande jedes Jahr 4,5 Billionen Zigarettenstummel weggeworfen – eine besondere Belastung für die Umwelt. In einem einzigen Stummel befinden sich bis zu 4.000 schädliche Stoffe. Das dicke Ende des genussvoll gerauchten Glimmstängels findet man im Magen vieler Tiere, es beeinträchtigt das Wachstum der Pflanzen, im Süßwasser zerfällt es erst nach 15 Jahren.

Die RaserInnen

Bolzen, Rasen, Drängen. Warum Schnellfahren auf der Straße für « cool » gehalten wird – besonders in Österreich

Meine zweite Sendung in der Moment-Schwerpunktwoche zum Thema « Tempo! Leben mit Geschwindigkeit » wird heute gesendet. 15.30 Uhr auf Ö1 und dann 7 Tage online.

Warum macht Geschwindigkeit auf der Straße so Vielen Spaß? Ob Auto, Motorrad oder Fahrrad, was passiert im Kopf eines Rasers oder einer Raserin, wenn er oder sie auf das Gaspedal steigt? Über das Randphänomen der sogenannten « RoadrunnerInnen » hinaus, die in ihrer Freizeit gerne mal mit Tempo 300 über die Autobahn jagen, gibt es in Österreich einen überdurchschnittlichen Anteil an Fahrern und Fahrerinnen, die für gewöhnlich fünf, zehn oder fünfzehn Kilometer je Stunde über dem Tempolimit fahren. Zu schnelles Fahren gilt als Kavaliersdelikt; die Gefahr dabei wird ignoriert. Kann sich die österreichische Verkehrskultur noch ändern?