Wenn Kranksein Müll macht

Gefährlich. Umweltschädlich. Unvermeidlich. Problemfeld: Medizinabfall

Der gefährliche medizinische Abfall wird in schwarzen bruchfesten Gebinden gesammelt. Was dann genau damit passiert, haben Ö1-ZuhörerInnen heute in der Sendung « Moment » erfahren.

Der Herbst ist da. Der kalte Wind weht Laub über die Straßen. Und seit drei Jahren verweht er zudem sorglos entsorgte Mund-Nasen-Schutz-Masken. Sie sind der sichtbare Teil des „Corona-Mülls“. Vor allem in Arztordinationen, Labors und Spitälern häufen sich verbrauchte Tests, Einwegschutzausrüstungen und Verpackungen. Aber ist das Problem akut oder doch vielleicht eher chronisch? Aufgrund der Infektionsgefahr ist seit jeher der Spielraum für Abfallvermeidung oder Recyceln in der Medizin gering.

Wie der medizinische Abfall entsorgt wird. Wie Einrichtungen und Personal mit den großen Mengen umgehen. Und wie schwer der Umweltgedanke wiegt, wenn es auch um Patientensicherheit geht.

Darum ging es heute in meiner Sendung für die Ö1-Reihe « Moment ». Hier der Link, um sie nachzuhören (sie bleibt eine Woche online): oe1.orf.at/player/20220927/691811/1664285403228

Für die Sendung habe ich mit Alexander Kirchner die Anlage « Simmeringer Haide » in Wien besichtigt. Spitäler, Labors und Arztpraxen aus ganz Österreich liefern ihren gefährlichen Müll hierher.

Top gekleidet im Rollstuhl

Wer besondere Bedürfnisse hat, möchte auch modisch sein. Oder?

Die Jackenärmel an den Rollen abgerieben; die Hose sitzt nicht perfekt; der dicht gestrickte Pullover lässt sich nur mit Mühe überziehen: für Menschen im Rollstuhl ist es oft schwierig, die passende Kleidung zu finden. « Passen » allein ist noch nicht alles. Wenn man auf unförmige Jogginghosen angewiesen ist, stellt sich die Frage der gesellschaftlichen Teilhabe – ein Stichwort im « Aktionsplan Behinderung », den die Bundesregierung kürzlich beschlossen hat. Jetzt verbreiten sich Angebote im deutschsprachigen Raum, und die Modebranche beeilt sich – weitgehend -, Schönheit « inklusiver » zu definieren. Betroffene sind noch nicht zufrieden.

Darum ging es in meiner gestrigen Sendung für « Moment ». Hier kann man sie eine Woche lang nachhören. Und hier findet man das « Echo » von den ZuhörerInnen auf die Sendung, das heute gesendet wurde.

Für diese Sendung bin ich vor ein paar Monaten mit der spannenden Barbara Sima-Ruml in der Grazer Innenstadt shoppen gegangen (Foto).

Sie ist Sachverständige für barrierefreies Bauen, unterrichtet angehende ArchitektInnen und produziert außerdem zwei Podcasts: Bekenntnisse einer Vierrad-Diva und Barrierefreies Bauen für alle.

Auch Melanie Wimmer beantwortete mit viel Offenheit und Humor meine Fragen – und zeigte mir ihre Lieblingsklamotten. Sie ist Just a girl on wheels auf Instagram und Melanie auf 4 Rädern durchs Leben auf Facebook.

Weitere Links zur Sendung:

www.mob-industries.com

www.unperfekt.at

In der Kapellmeisterschule

Wie man ein Blasorchester dirigiert und für dieses Ehrenamt (kaum) Nachwuchs findet

Kapellmeister:innen geben nicht nur den Takt an. Sie haben – ehrenamtlich, versteht sich – auch eine Reihe nichtmusikalischer Aufgaben zu erfüllen. Ohne die Männer und Frauen mit dem Taktstock könnten Tausende Musikkapellen in Österreich nicht aufspielen. Mittlerweile findet man kaum mehr Nachwuchs. Inwiefern helfen die Weiterbildungskurse, die der „Österreichische Blasmusikverband“, der mehr als 2 100 Kapellen vertritt, in allen Bundesländern abhält?

Meinen Beitrag ist gestern in der Sendung « Moment » auf Ö1 gesendet worden. Noch 6 Tage lang hier zum Nachhören: oe1.orf.at/player/20220711/685270

Zurück in den Kindergarten

Wenn Eltern und Kindergartenpersonal die Geduld verlieren. Krise in der Elementarpädagogik: Was zwei Jahre Pandemie geändert haben

In Salzburg starteten Eltern Anfang April eine mittlerweile von mehreren tausend Menschen unterschriebene Petition, nachdem der Kindergarten ihrer Söhne und Töchter mangels arbeitsfähiger Pädagog:innen plötzlich schließen musste. In Wien begehren die vier größten Kindergarten- und Hort-Trägerorganisationen gegen unzureichende finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand auf. In Sankt-Pölten, Linz, Klagenfurt und anderen Städten gingen Ende März Mitarbeiter:innen von Krippen, Kindergärten und Horten auf die Straße, um für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen.

Eltern, Personal und Expert:innen schlagen Alarm: Es kriselt in den Kindergärten des Landes – und der Notstand hängt nur bedingt mit der aktuellen Pandemie zusammen. Was Corona aber möglicherweise schon bewirkt hat: die gesellschaftliche Anerkennung für die Arbeit im Kindergarten scheint allmählich zu steigen.

Mein Moment noch 6 Tage zum Nachhören: oe1.orf.at/programm/20220426/676079/Die-grosse-Krise-der-Elementarpaedagogik

Und heute um 15:50 Uhr auf Ö1: die Reaktionen der Hörer:innen.

Wertschätzung am Arbeitsplatz: Was steckt hinter dem Schlagwort der Managementlehrbücher?

Mein « Moment am Sonntag » noch drei Tage für alle verfügbar im Ö1-Player! oe1.orf.at/player/20220403/674913

Im BFI in Wien trainiert Lisa Gruber Führungskräfte in Sachen Mitarbeiterführung.

Wertschätzung ist seit ein paar Jahren in den Unternehmen en vogue. Nicht nur das faire Gehalt zählt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legen vermehrt Wert auf Menschlichkeit und Anerkennung. In manchen Chefetagen wird der Führungsstil angepasst, in der Hoffnung, dass Wertschätzung indirekt zu mehr Wertschöpfung führt. Dabei warnen die Managementratgeber: Echte und effizienteste Wertschätzung muss von Herzen kommen: Wer Lob bekommt, darf keine versteckte Absicht spüren.

Mit Generaloberin Angelika Garstenauer

Woher kommt dieser Trend? Kann in der Arbeit tatsächlich das menschliche Bedürfnis nach Anerkennung erfüllt werden? Rentiert es sich für die Unternehmen? Und überhaupt: Was konkret meinen Arbeitgeber/innen und Arbeitnehmer/innen, wenn sie von „Wertschätzung“ sprechen?

Die Recherche hat mich u.a. auf die wilden Wiener Straßen mit einem Radlieferanten und ins Kloster der Franziskanerinnen von Vöcklabruck geführt …