Wie Frauen über 1,80 mit ihrer Größe umgehen – und mit kleineren Zeitgenossen
Hochgewachsen zu sein, bringt sowohl für Männer als auch für Frauen Vorteile. So wird Größe bei Frauen mit Eleganz und Verführung assoziiert – man denke an Models. Aber sehr groß zu sein – das bedeutet wiederum Strapazen. Elegante Schuhe und Kleidungsstücke findet man in der passenden Größe nicht. Und das Bett im Krankenhaus ist immer zu kurz. Für die Frauen kommen dazu oft Schwierigkeiten in ihren Beziehungen zu Männern. Das Selbstbild leidet, die ständigen Anmerkungen und aufdringlichen Blicke, die sie im Alltag begleiten, helfen nicht. In den vergangenen Jahren haben sich – parallel zur Body-Positivity-Bewegung – für sie neue Möglichkeiten eröffnet, mit anderen « langen » Frauen, wie sie sich gerne nennen, in Kontakt zu kommen, sich auszutauschen und sich gegenseitig zu stärken.
Meine Sendung dazu wurde gestern auf Ö1 ausgestrahlt und sie bleibt 28 Tage online.
Um 15.30 Uhr heute wird meine Sendung zur strukturellen Rolle des Wehrersatzdienstes – samt netten Begegnungen mit « Zivis » und aufschlussreichen ExpertInnengesprächen – auf Ö1 wiederholt.
Darum geht es: Am Anfang suchte man eine sinnvolle Beschäftigung für einige hundert junge Männer, die aus Gewissensgründen keine Waffe anfassen wollten. Aus diesen bescheidenen Anfängen ist – 50 Jahre später – ein riesiges Projekt geworden. Fast 11.000 Österreicher leisten derzeit Zivildienst und Politkerinnen und Politiker bezeichnen sie gerne als eine « tragende Säule der Gesellschaft ». Seit der Volksbefragung zur Wehrpflicht 2013 hat sich im Land ein politischer und gesellschaftlicher Konsens etabliert und das bewährte System des Zivildienstes gilt heute als unverzichtbar für das Gesundheits- und Sozialwesen. Doch die « Zivis » werden immer weniger, der Bedarf der Einrichtungen jedoch nicht kleiner. So stellt sich die Frage: Wie unverzichtbar ist der Wehrersatzdienst? Rettungswesen oder Sozialhilfe in der Landwirtschaft, Altersbetreuung oder Kinderbetreuung – welche Sparten sollen in Zeiten sinkenden Zivildienst-Leistender bevorzugt werden? Und wer trifft diese Entscheidung?
Wer Automatenläden eröffnet, sie mit Trendprodukten befüllt und von passivem Einkommen träumt
Automatenshops sind die Goldesel des digitalen Zeitalters – so man Influencern in den sozialen Medien glaubt. Das tun anscheinend viele in Österreich, denn das Geschäft mit den Verkaufsmaschinen boomt. Kleine Betreiberinnen und Betreiber wollen damit den Traum verwirklichen, ganz nebenbei Geld zu verdienen, während sie woanders arbeiten, sich ausbilden oder während sie schlafen. Doch das personallose Verkaufen verlangt in der Realität viel menschlichen Einsatz – es geht um die besten Standorte, die letzten Limonaden-Trends und Süßigkeiten-Hypes, Maschinenpflege und die Angst vor Vandalismus. Ein Blick in die Welt der kleinen Automatenshops.
Foto: in Sankt-Pöltenmit den Forschern Robert Zimmermann und Marina Staab (links) und den Automatenshop-Betriebern « Didi » Mannert und Adrian Bajšanski(rechts).
Ein Totenkopf; zwei Männer, die innig Tango tanzen; eine ätherische Libelle; Pin-up-Girls und nackte Cowboys. Kunstgeschichte trifft auf Punk und schwarzen Humor. Der Pariser Vincent Sardon produziert unter dem Künstlernamen Tampographe schöne und provokative Stempel. Was als private Leidenschaft begann – er selbst nennt es eine Neurose -, ist dank Internet zu einer kleinen Erfolgsgeschichte geworden.
Ich habe den Stempelmacher in seinem kleinen Geschäft in der Nähe des Promi-Friedhofs Père-Lachaise besucht und für die Ö1-Sendereihe Diagonal einen Beitrag gemacht, der heute gesendet wird. Die Sendung beginnt um 17.05 Uhr. Hier kann man sie danach glücklicherweise noch 28 Tage lang nachhören (Beginn meines Beitrags bei ca. 88:00).
Mein Diagonal zur Pariser Banlieue (zusammen mit Antonia Löffler) wird morgen, Samstag, auf Ö1 wiederholt: 17.05 bis 19 Uhr! Die Sendung habe ich um einen neuen, aktuellen Beitrag zum sportlichen « olympischen Erbe » in der Banlieue erweitert. Es ist auch eine gute Gelegenheit, coole Musik aus der Gegend zu hören.
Sport in der Banlieue: Ist für die jungen Rugby-SpielerInnen in Bagnolet nach den Spielen etwas besser geworden?
Im Juli und August 2024 fanden in Paris die Olympischen Sommerspiele statt. Vieles hat sich nicht in der Gemeinde Paris abgespielt, sondern in Vororten der französischen Hauptstadt, in der Pariser Banlieue.
Die Vorbereitungen für das Großereignis Olympische Sommerspiele hatten in den vergangenen Jahren dem Riesenprojekt « Grand Paris » einen Schub verliehen. Es soll die verhältnismäßig kleine Kernstadt Paris und das angrenzende städtische Gefüge besser verbinden – verwaltungstechnisch und stadtplanerisch -, damit eine kompetitive Metropole an der Seine entsteht. Die konkreteste Neuigkeit für die 7 Millionen Einwohner:innen, die Banlieue bekommt eigene U-Bahn-Linien.
Liefert die Metropolisierung eine Antwort auf 40 Jahre Krise in der Banlieue? Weite Teile der Bevölkerung haben Angst, außen vor gelassen zu werden. Die öffentliche Hand lässt zwar auf die Zäune der kolossalen Baustellen plakatieren, die Olympischen Spiele seien ein « Geschichte-Beschleuniger », hieß es, doch welche Geschichte wird hier genau beschleunigt?
Es ist bekannt: Die Geschichte der Banlieue ist eine von Ausgrenzung und Revolten am Rande einer Weltstadt. Eine lange Geschichte von stadtplanerischen Versuchen, Ordnung in das bauliche Durcheinander zu bringen. Man vergisst im Ausland aber gerne, dass sich in der Pariser Banlieue nicht nur die ärmsten, sondern auch manche der reichsten Gemeinde des Landes befinden – und alles dazwischen. Das Wort Banlieue ist in der deutschen Sprache zum Synonym für urbane Versäumnisse geworden und wird oft als Menetekel verwendet. Währenddessen verschwindet der reale Ort von der kollektiven Wahrnehmung.