In der Kapellmeisterschule

Wie man ein Blasorchester dirigiert und für dieses Ehrenamt (kaum) Nachwuchs findet

Kapellmeister:innen geben nicht nur den Takt an. Sie haben – ehrenamtlich, versteht sich – auch eine Reihe nichtmusikalischer Aufgaben zu erfüllen. Ohne die Männer und Frauen mit dem Taktstock könnten Tausende Musikkapellen in Österreich nicht aufspielen. Mittlerweile findet man kaum mehr Nachwuchs. Inwiefern helfen die Weiterbildungskurse, die der „Österreichische Blasmusikverband“, der mehr als 2 100 Kapellen vertritt, in allen Bundesländern abhält?

Meinen Beitrag ist gestern in der Sendung « Moment » auf Ö1 gesendet worden. Noch 6 Tage lang hier zum Nachhören: oe1.orf.at/player/20220711/685270

Zurück in den Kindergarten

Wenn Eltern und Kindergartenpersonal die Geduld verlieren. Krise in der Elementarpädagogik: Was zwei Jahre Pandemie geändert haben

In Salzburg starteten Eltern Anfang April eine mittlerweile von mehreren tausend Menschen unterschriebene Petition, nachdem der Kindergarten ihrer Söhne und Töchter mangels arbeitsfähiger Pädagog:innen plötzlich schließen musste. In Wien begehren die vier größten Kindergarten- und Hort-Trägerorganisationen gegen unzureichende finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand auf. In Sankt-Pölten, Linz, Klagenfurt und anderen Städten gingen Ende März Mitarbeiter:innen von Krippen, Kindergärten und Horten auf die Straße, um für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen.

Eltern, Personal und Expert:innen schlagen Alarm: Es kriselt in den Kindergärten des Landes – und der Notstand hängt nur bedingt mit der aktuellen Pandemie zusammen. Was Corona aber möglicherweise schon bewirkt hat: die gesellschaftliche Anerkennung für die Arbeit im Kindergarten scheint allmählich zu steigen.

Mein Moment noch 6 Tage zum Nachhören: oe1.orf.at/programm/20220426/676079/Die-grosse-Krise-der-Elementarpaedagogik

Und heute um 15:50 Uhr auf Ö1: die Reaktionen der Hörer:innen.

Wertschätzung am Arbeitsplatz: Was steckt hinter dem Schlagwort der Managementlehrbücher?

Mein « Moment am Sonntag » noch drei Tage für alle verfügbar im Ö1-Player! oe1.orf.at/player/20220403/674913

Im BFI in Wien trainiert Lisa Gruber Führungskräfte in Sachen Mitarbeiterführung.

Wertschätzung ist seit ein paar Jahren in den Unternehmen en vogue. Nicht nur das faire Gehalt zählt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legen vermehrt Wert auf Menschlichkeit und Anerkennung. In manchen Chefetagen wird der Führungsstil angepasst, in der Hoffnung, dass Wertschätzung indirekt zu mehr Wertschöpfung führt. Dabei warnen die Managementratgeber: Echte und effizienteste Wertschätzung muss von Herzen kommen: Wer Lob bekommt, darf keine versteckte Absicht spüren.

Mit Generaloberin Angelika Garstenauer

Woher kommt dieser Trend? Kann in der Arbeit tatsächlich das menschliche Bedürfnis nach Anerkennung erfüllt werden? Rentiert es sich für die Unternehmen? Und überhaupt: Was konkret meinen Arbeitgeber/innen und Arbeitnehmer/innen, wenn sie von „Wertschätzung“ sprechen?

Die Recherche hat mich u.a. auf die wilden Wiener Straßen mit einem Radlieferanten und ins Kloster der Franziskanerinnen von Vöcklabruck geführt …

Eine Stimme am Apparat

Ein Telefondolmetsch-Dienst für gehörlose und schwerhörige Menschen

Die Nachfrage ist zurzeit beim Relay-Service des Vereins Service-Center ÖGS*-Barrierefreiheit sehr hoch. Denn in Zeiten der Pandemie lassen sich viele Amtswege nicht mehr persönlich erledigen und die Möglichkeiten, mit Behörden, Bank, Stromanbieter & Co. schriftlich zu kommunizieren, sind begrenzt. Was hörende Menschen mit einem einfachen Telefonat erledigen können, ist für Gehörlose und Schwerhörige oft unmöglich. Da hilft das Relay-Service in Wien. Dessen Mitarbeiterinnen sind für Kundinnen und Kunden Ohr und Stimme am Apparat und helfen Gehörlosen und Hörenden, sich in Gebärden- und Lautsprache zu verständigen. Damit hält das Telefonieren Einzug in die Gehörlosenkultur – samt Warteschleifen, Anrufbeantwortern und wortlosem Auflegen.

Mein 10-minütiger Beitrag dazu ist gestern in Moment auf Ö1 gesendet worden und bleibt noch 6 Tage online: oe1.orf.at/programm/20211201/658064/Telefondolmetsch-Dienst-fuer-gehoerlose-Menschen

*ÖGS = Österreichische Gebärdensprache

Vom Wickeltischsturz bis zum Scooterunfall

Unfälle von Kindern und Jugendlichen und wie man sie vermeiden kann

Ein Augenblick, etwas Unvorhersehbares, Unaufmerksamkeit. Mit ein wenig Glück kommt das Kind mit einer Schürfwunde davon. Oft aber ist die Verletzung schwerwiegender. Österreichs Krankenhäuser behandeln jährlich rund 315.000 Kinder und Jugendliche nach einem Unfall. Stürze, Hundebisse, Verkehrsunglücke – die unter 19-Jährigen sind dafür besonders anfällig.
Was für Kinder und Eltern eine absolute Ausnahmesituation ist, gehört für Spitalspersonal zur Routine. Am Grazer Universitätsklinikum führt sogar ein Forschungsinstitut eine „Unfalldatenbank“. Wie oft endet der Saltoversuch auf dem Trampolin im Garten mit einem abgebrochenen Frontzahn? Das wissen die Grazer Unfallforscher. Sie erstellen Statistiken und analysieren die Muster, die sich hinter den Vorfällen verbergen. Daraus lassen sich Erkenntnisse über mögliche Sicherheitsvorkehrungen ableiten, die in Präventionsarbeit bei Eltern und Nachwuchs fließt.
Doch: Lassen sich alle Unfälle verhüten? Und was wäre eine Kindheit ohne eine gewisse Dosis Leichtsinn, Fantasie und Freiheitsliebe?

Es war gestern in Moment auf Ö1 und die Sendung kann noch 6 Tage lang online nachgehört werden: oe1.orf.at/player/20211123/657648

Und heute sendet Ö1 um ca. 15:50 Uhr das Echo auf die Sendung!