Gewalt durch Verheiratung

Ein Verein in Wien hilft Frauen, die zwangsverheiratet werden oder wurden

Die Europäische Union hat sich vergangene Woche zum ersten Mal auf ein gemeinsames Vorgehen in der Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen geeinigt. Zwangsheirat ist eine von sieben Gewaltformen, für die nun Definitionen und Strafrahmen in den verschiedenen Mitgliedsländern harmonisiert werden. Die europäische Richtlinie soll es auch ermöglichen, mehr Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen.

Viele falsche Vorstellungen um das Thema erschweren den Kampf gegen die Zwangsverheiratung, obwohl Schätzungen zufolge jährlich um die 200 Frauen in Österreich betroffen sind. Gängig sind die Ansichten, Zwangsheirat passiere nur in fremden Ländern, haben mit dem Islam zu tun, oder es gehe stets um ältere Männer und jüngere Bräute.
Wer sind diese Frauen? Was bedeutet eine Zwangsehe für die Betroffenen? Und wie kann ihnen geholfen werden? Meine Recherche über das Phänomen Zwangsheirat in Österreich und die Arbeit des spezialisierten Vereins Orient Express ist hier nachzuhören (25 Minuten): oe1.orf.at/programm/20240215/749853/Gewalt-durch-Verheiratung

Wort der Woche: « SpitzenkandidatIn »

Die politische Woche hat mit der Bekanntgabe der Spitzenkandidatin der Grünen für die Europawahl im Juni angefangen. Die Listenersten der ÖVP, SPÖ und FPÖ stehen schon fest. Am Samstag soll die letzte der fünf österreichischen Parlamentsparteien – NEOS – die Identität ihres Listenersten bestätigen – somit wird die Woche so enden, wie sie begonnen hat: Mit einer EU-Spitzenkandidatur.

„Spitzenkandidat, Spitzenkandidatin“ – ein Konzept, das im europäischen Kontext immer wieder Debatten auslöst. So sehr, dass das deutsche Wort „Spitzenkandidat“ von EU-Politikinteressierten in anderen europäischen Sprachen verwendet wird, wie Englisch, Italienisch oder Französisch.

Am Mittwoch durfte ich wieder das « Wort der Woche » von Moment auswählen. Es wurde « SpitzenkandidatIn ». Hier kann man den Beitrag nachhören: sound.orf.at/radio/oe1/beitrag/2703445/wort-der-woche-spitzenkandidatspitzenkandidatin

Wort der Woche: « Anarchokapitalist »

Die Rede ist von Javier Milei, der am vergangenen Wochenende zum neuen Präsidenten Argentiniens gewählt wurde. Der „erste bekennende libertäre Regierungschef der Welt“ – wie ihn die britische Wochenzeitung The Economist nennt – plant, Sozialausgaben zu kürzen, Staatsbetriebe zu privatisieren und die Notenbank abzuschaffen. Ganz im Stile
eines « Anarchokapitalisten ».

Was das Wort genau bedeutet, erfährt man in meinem Beitrag von gestern: sound.orf.at/radio/oe1/beitrag/2648747/wort-der-woche-anarchokapitalist

Wort der Woche: « Hardliner »

US-Kongress: Hardliner stellte Antrag auf Absetzung von McCarthy

meldete die Austria Presseagentur. Und ein US-Analyst sagte: „Unklar ist, was die rechten Rebellen antreibt“.

McCarthys rechtsradikaler Parteikollege Matt Gaetz jagte ihn aus dem Vorsitz des Repräsentantenhauses. Ein historischer Schritt. Der « Hardliner » Gaetz wirft McCarthy vor, einen drohenden Stillstand der Regierung dank eines Kompromisses mit den Demokraten abgewendet zu haben. Die Gruppe der Hardliner in der Republikanischen Partei wird immer stärker, berichtet die Austria Presseagentur.

„Hardliner“ war am 4. Oktober unser « Wort der Woche » – hier mein Beitrag in der Ö1-Mediathek, mit Katrin Praprotnik, Politikwissenschaftlerin an der Universität Graz und wissenschaftlicher Mitarbeiterin am Wiener Institut für Strategieanalysen: sound.orf.at/podcast/oe1/oe1-moment—notizen/wort-der-woche-hardliner

L’Autriche, prise au piège de sa dépendance au gaz russe

40 % du gaz utilisé en Europe vient de Russie. La guerre en Ukraine et l‘affrontement diplomatique avec Vladimir Poutine font craindre une crise de l‘approvisionnement.

Un pays pivot : l‘Autriche. Elle assure le transit d‘environ 30 milliards de mètres cubes de gaz russe chaque année vers le Sud et l‘Ouest de l‘Europe, en particulier. Le gaz arrive principalement via un pipeline qui traverse l’Ukraine.

Et l’Autriche elle-même dépend très fortement de cette source pour sa propre consommation : 80 % du gaz utilisé dans le pays vient de Russie. Avec l’irruption des troupes du Kremlin en Ukraine, l’Autriche se retrouve, d’un coup, prise au piège de sa grande dépendance énergétique.

Mon reportage sur le sujet, diffusé dans Accents d’Europe vendredi dernier (à partir de 6’40) : rfi.fr/fr/podcasts/accents-d-europe/20220311-abramovitch-sanctionn%C3%A9-la-vente-de-chelsea-bloqu%C3%A9e