Européennes : l’immigration toujours au centre des préoccupations des électeurs autrichiens

Les politiques ont fait le déplacement pour cette petite manifestation de parents d’élèves, contre des containers pour des écoliers réfugiés.

Dans les pays de l’UE, la première préoccupation des citoyens à l’approche de l’élection du Parlement de Strasbourg, c’est le pouvoir d’achat, les questions économiques comme la lutte contre la pauvreté et l’exclusion. L’immigration n’arrive qu’en septième position dans le sondage Eurobaromètre réalisé par la Commission européenne en février-mars 2024.

Ce chiffre varie toutefois beaucoup selon les pays. En Autriche, les politiques migratoires sont en tête des préoccupations, à quasi-égalité avec l’avenir de l’Europe. La crise migratoire de 2015 est encore très présente dans les esprits. Et l’extrême droite, en tête des intentions de vote, prospère sur certaines difficultés liées à l’intégration des réfugiés et de leurs familles. En allant parfois jusqu’à l’incitation à la haine raciale.

Mon reportage pour RFI a écouter dans Accents d’Europe (en début d’émission) : www.rfi.fr/fr/podcasts/accents-d-europe/20240522-la-moldavie-peine-%C3%A0-retenir-ses-jeunes

La lutte contre les mariages forcés

Mardi 6 février 2024, le Conseil de l’Union européenne et le Parlement européen ont trouvé un accord sur la première directive pour lutter contre les violences faites aux femmes à l’échelle de l’Union. Un texte novateur, un peu en demi-teinte, qui aborde la question du mariage forcé comme une violence sexiste, et pas comme étant liée à l’origine ou à la religion. 

C’est un phénomène dont on peine à prendre véritablement la mesure en Europe. En Autriche, cela pourrait concerner quelque 200 personnes chaque année. C’est le sujet de mon reportage diffusé aujourd’hui dans Accents d’Europe sur RFI (début à 14:05) : rfi.fr/fr/podcasts/accents-d-europe/20240228-l-impact-des-%C3%A9crans-sur-le-d%C3%A9veloppement-des-enfants-en-d%C3%A9bat

Gewalt durch Verheiratung

Ein Verein in Wien hilft Frauen, die zwangsverheiratet werden oder wurden

Die Europäische Union hat sich vergangene Woche zum ersten Mal auf ein gemeinsames Vorgehen in der Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen geeinigt. Zwangsheirat ist eine von sieben Gewaltformen, für die nun Definitionen und Strafrahmen in den verschiedenen Mitgliedsländern harmonisiert werden. Die europäische Richtlinie soll es auch ermöglichen, mehr Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen.

Viele falsche Vorstellungen um das Thema erschweren den Kampf gegen die Zwangsverheiratung, obwohl Schätzungen zufolge jährlich um die 200 Frauen in Österreich betroffen sind. Gängig sind die Ansichten, Zwangsheirat passiere nur in fremden Ländern, haben mit dem Islam zu tun, oder es gehe stets um ältere Männer und jüngere Bräute.
Wer sind diese Frauen? Was bedeutet eine Zwangsehe für die Betroffenen? Und wie kann ihnen geholfen werden? Meine Recherche über das Phänomen Zwangsheirat in Österreich und die Arbeit des spezialisierten Vereins Orient Express ist hier nachzuhören (25 Minuten): oe1.orf.at/programm/20240215/749853/Gewalt-durch-Verheiratung

Wie ich Nachbarschaft anlege

Persönliche Strategien für das Nebeneinanderwohnen

Meine Frau ist da mehr friedensstiftend … Ich bin für Vendetta! »

In der postmodernen Stadt herrscht Anonymität und es gilt vor allem, die eigene Privatsphäre zu schützen. „Die Jungen kommen sich nicht mehr vorstellen, wenn sie einziehen“, bedauert eine Wienerin. Die Nachbarinnen und Nachbarn wechseln öfter, sie kommen teilweise von weit weg und ziehen nach einigen Jahren wieder aus. Auch am Land arbeitet man weniger oft am Feld zusammen, nicht mehr das ganze Dorf trifft sich sonntags in der Kirche. Gesellschaft findet vermehrt in digitalen Räumen statt.

Welche Rolle spielt Nachbarschaft für die Menschen in Österreich? Messen sie der Beziehung zu den Menschen im Haus oder der Wohnung nebenan im globalisierten Zeitalter immer noch eine besondere Bedeutung bei? Und welche Strategien verfolgen sie im Umgang mit ihm – damit sich das Leben nebeneinander nicht nur friedlich abspielt, sondern vielleicht noch Vorteile mit sich bringt?

Ich habe für „Moment“ im Gemeindebau und am Bauernhof, bei Jung und Alt, bei Alteingesessenen und Neuzugezogenen nachgefragt. Das war Teil 1 einer Themenwoche „Nachbarschaft“; die Sendung wurde gestern ausgestrahlt: sound.orf.at/radio/oe1/sendung/188356/wie-ich-nachbarschaft-anlege