„Österreich sah mich als Sexualstraftäter“

Was Wiedergutmachung für strafrechtlich verfolgte Homosexuelle bedeutet

Bis in die 2000er Jahre wurden in Österreich Tausende Menschen aufgrund ihrer Homosexualität verurteilt. Denn auch nach Ende des Totalverbots 1971 blieben diskriminierende Strafbestimmungen aufrecht, die nur sie traf, wie etwa ein Werbeverbot oder ein niedrigeres Schutzalter. Erst 2002 wurde der letzte Paragraf vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben. Im vergangenen Oktober kündigte die Justizministerin an, die in der Zweiten Republik strafrechtlich verfolgten Homosexuellen rehabilitieren und finanziell entschädigen zu wollen. Die neue Regelung ist Anfang Februar in Kraft getreten. Wie wirkten sich die diskriminierenden Paragrafen auf das Leben homosexueller Menschen aus? Was bedeutet die Wiedergutmachung für Betroffene heute, zwei Jahrzehnte später? Darüber habe ich für Ö1 berichtet.

Ablehnung gegenüber Homosexualität: A. Brunner vom Zentrum QWien zeigt ein zerrissenes Plakat aus den 1980er Jahren.

Wie ich Nachbarschaft anlege

Persönliche Strategien für das Nebeneinanderwohnen

Meine Frau ist da mehr friedensstiftend … Ich bin für Vendetta! »

In der postmodernen Stadt herrscht Anonymität und es gilt vor allem, die eigene Privatsphäre zu schützen. „Die Jungen kommen sich nicht mehr vorstellen, wenn sie einziehen“, bedauert eine Wienerin. Die Nachbarinnen und Nachbarn wechseln öfter, sie kommen teilweise von weit weg und ziehen nach einigen Jahren wieder aus. Auch am Land arbeitet man weniger oft am Feld zusammen, nicht mehr das ganze Dorf trifft sich sonntags in der Kirche. Gesellschaft findet vermehrt in digitalen Räumen statt.

Welche Rolle spielt Nachbarschaft für die Menschen in Österreich? Messen sie der Beziehung zu den Menschen im Haus oder der Wohnung nebenan im globalisierten Zeitalter immer noch eine besondere Bedeutung bei? Und welche Strategien verfolgen sie im Umgang mit ihm – damit sich das Leben nebeneinander nicht nur friedlich abspielt, sondern vielleicht noch Vorteile mit sich bringt?

Ich habe für „Moment“ im Gemeindebau und am Bauernhof, bei Jung und Alt, bei Alteingesessenen und Neuzugezogenen nachgefragt. Das war Teil 1 einer Themenwoche „Nachbarschaft“; die Sendung wurde gestern ausgestrahlt: sound.orf.at/radio/oe1/sendung/188356/wie-ich-nachbarschaft-anlege

Der Geschmack meiner Heimat

Mein « Kulinarium » ist letzte Woche wiederholt worden und kann noch bis 28.1 nachgehört werden! sound.orf.at/radio/oe1/sendung/186463/der-geschmack-meiner-heimat

Welches Essen Ausländer:innen in Österreich besonders vermissen

Foto: Das ist für einen meiner Interviewpartner DER Geschmack seiner Heimat…

Wie schmeckt Heimat? Nach einer bestimmten Brotsorte, nach gebratenem Fleisch, nach nicht homogenisierter Milch? Nach Koriander oder hauptsächlich scharf? Wer aus Gambia, Estland, Syrien oder der Schweiz kommt, wird anders antworten als eine Österreicherin. Semmelbrösel, ein wenig Senf, eine Prise Sumak – die kleinsten Sachen helfen gegen Heimweh, vorausgesetzt sie sind in der Vorratskammer vorhanden.

Ausländerinnen und Ausländer erzählen, welches Essen sie in ihrem neuen Land besonders vermissen. Und ob der Geschmack aus der alten Heimat sich leicht in der neuen wiederfinden lässt.

„Österreich war mir zu eng“

Architekt Dietmar Feichtinger: von Bruck an der Mur in die banlieue

Nicht sicher wohin, aber er wollte weg. Großbritannien? Deutschland? Es wurde Frankreich. In den späten Achtzigerjahren staunte Dietmar Feichtinger als junger Architekt über die ambitionierte Pariser Baupolitik. Der Steirer etablierte sich bald in einem Vorort der französischen Hauptstadt. Dort, in Montreuil, erlebte er, wie die banlieue zu einer Bühne für immer wiederkehrende Unruhen wurde.

Der heute mehrfach preisgekrönte Baukünstler reflektiert für Ö1 über seinen doch liebenswerten Wohnort; darüber, wie seine Arbeit sich von seiner Erfahrung als Ausländer nährt; und wie sich aus der Entfernung sein Blick auf die österreichische Heimat geändert hat.

Mein Beitrag wurde im Rahmen des Ö1-Schwerpunkts « Auslandsösterreicher*innen » am Nationalfeiertag gesendet. Hier geht es zum Beitrag (ab 17:50), bis Donnertag: oe1.orf.at/programm/20231026/738956/Paris-mon-amour

Wort der Woche: « Hardliner »

US-Kongress: Hardliner stellte Antrag auf Absetzung von McCarthy

meldete die Austria Presseagentur. Und ein US-Analyst sagte: „Unklar ist, was die rechten Rebellen antreibt“.

McCarthys rechtsradikaler Parteikollege Matt Gaetz jagte ihn aus dem Vorsitz des Repräsentantenhauses. Ein historischer Schritt. Der « Hardliner » Gaetz wirft McCarthy vor, einen drohenden Stillstand der Regierung dank eines Kompromisses mit den Demokraten abgewendet zu haben. Die Gruppe der Hardliner in der Republikanischen Partei wird immer stärker, berichtet die Austria Presseagentur.

„Hardliner“ war am 4. Oktober unser « Wort der Woche » – hier mein Beitrag in der Ö1-Mediathek, mit Katrin Praprotnik, Politikwissenschaftlerin an der Universität Graz und wissenschaftlicher Mitarbeiterin am Wiener Institut für Strategieanalysen: sound.orf.at/podcast/oe1/oe1-moment—notizen/wort-der-woche-hardliner