Wort der Woche: pride

Das inoffizielle Wort der Woche ist wahrlich « Excel« . Aber …

Auch in diesem Juni feiert die LGBT-Community den „Pride-Monat“, bei dem es darum geht, Sichtbarkeit zu schaffen und Toleranz gegenüber Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität zu fördern. Am vergangenen Samstag zog eine „Pride-Parade“ durch die Bregenzer Innenstadt; in Graz, Linz und anderen Städten werden im Laufe des Monats weitere Aufmärsche folgen; Wien veranstaltet ein ganzes Festival mit dem Namen „Pride Vienna“ vom 1. bis 18. Juni.

„Pride“ war heute das « Wort der Woche » bei Moment und ich habe die Soziologin der Emotionen Anna Durnová dazu interviewt. In diesem kurzen Beitrag hört ihr, welchen Sinn sie darin sieht, so intime Sachen wie Liebe, Geschlecht und Sexualität in die Öffentlichkeit zu feiern. Sie erklärt auch die Rolle, die das Gefühl von Stolz/Pride in der Entstehung von sozialen Bewegungen spielt.

Hier geht es direkt zum Beitrag: oe1.orf.at/player/20230607/722206/1686145761000

Dichten zwischen Sprachen

Ein literarischer Workshop für Menschen mit anderer Erstsprache als Deutsch

Gestern in Moment und noch 6 Tage online auf der Ö1-Homepage: oe1.orf.at/player/20230531/720266/1685539800999

Menschen mit einer anderen Erstsprache fällt es nicht leicht, sich künstlerisch auf Deutsch auszudrücken. Es herrscht Angst vor Fehlern oder abwertenden Reaktionen. Migrantinnen und Migranten und ihre Kinder denken oft in verschiedenen Sprachen, aber Sprachen mischen beim Schreiben ist verpönt. Eine übersetzte Metapher hinkt. Manche Sätze klingen „einfach nicht deutsch“, aber keiner kann erklären, warum.

Das „Kollektiv Sprachwechsel“ sieht jedoch im Dichten zwischen Sprachen eine zu wenig angezapfte Quelle für literarische Schöpfung und organisierte im Wiener Sandleitenhof in Kooperation mit dem Kulturverein „SOHO in Ottakring“ eine kurze Workshopreihe mit Schriftsteller Ovid Pop und Rap-Musikerin Schwesta Ebra. Sie wollen der Bevölkerung dazu verhelfen, ihre literarische Stimme zu finden, trotz Fehlern und Fremdwörtern, die in das Geschriebene eindringen. Oder gerade deswegen? Über das Dichten mit, trotz, ohne, dank oder zwischen Fremdwörtern und Fehlern. Eine Reportage.

Hinweis: Wer hören will, wie die fertiggestellten Texte klingen, die in den Workshops entstanden sind, kann zur Abschlussveranstaltung am kommenden Freitagabend kommen. Inspiriert vom südamerikanischen Format sarau werden Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer und alle, die es möchten, ihre Produktionen in gemütlicher Atmosphäre vortragen. Im Lokal des Kulturvereins SOHO im Sandleitenhof in Wien Ottakring, um 19 Uhr.

Sexualaufklärung und Jugendsport – für alle. 

Wen die „SozialMarie“ heuer ausgezeichnet hat – Sendung nur noch bis übermorgen online!

Die Unruhe Privatstiftung vergab am 1. Mai zum 19. Mal die SozialMarie, einen Preis für soziale Innovation. Ausgezeichnet werden dabei jährlich 15 Projekte, die Lösungen für drängende gesellschaftliche Herausforderungen bieten. Einreichungen sind aus Österreich, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Kroatien und Slowenien möglich.

Den ersten Hauptpreis gewann heuer das ungarische Projekt „The long ladder“, das mit einem kommunalen Verleihsystem von Werkzeugen, Sportausrüstung und medizinischen Hilfsmitteln für Zusammenleben und Chancengleichheit am Land wirken will.

Auch österreichische Projekte wurden prämiert. In Moment stelle ich zwei davon vor, die sich der Jugend widmen.

  • Gehörlose hatten bisher keinen Zugang zu barrierefreier Sexualaufklärung, etwa über Schwangerschaft, sexuell übertragbare Krankheiten, aber auch „Sexting“, Gewalt und Geschlechtsidentität: Das Projekt Sex, baff! von Equalizent Wien will diese Bildungslücke mit einer Internetseite schließen.
  • Bei „Life Goals“ geht es um Frustrationstoleranz, Teamwork, Konzentrationsfähigkeit und andere psychosoziale Fähigkeiten, die das Leben erleichtern. Damit alle Kinder und Jugendliche eine Chance haben, sie sich anzueignen, setzt der Verein „Kicken ohne Grenzen“ auf Sport und einen neuen Zugang zum Turnunterricht.

Wie? Warum? Was?? Wer dazu mehr hören möchte, soll vor Mittwoch, 15 Uhr hier klicken: oe1.orf.at/player/20230503/718814/1683120602000

Ei offiziell. Die Institutionen in Sachen Ei.

Wer sich von Berufs wegen mit Eiern beschäftigt

Sie kennen vielleicht nicht die Antwort auf das Henne-Ei-Problem, aber einiges über Eier wissen sie schon. Sie zählen, klassifizieren, dokumentieren, kontrollieren Eier – und bewerben sie. Sie ermitteln Preisentwicklungen und Qualitätsmerkmale. Sie sitzen in nationalen und internationalen Gremien. Sie wissen, wie viele Eier jeden Tag in Österreich gelegt werden und wie gelb das Gelbe vom Ei sein soll.

Aber die Öffentlichkeit weiß wenig über sie. Was machen eigentlich Eierorganisationen wie die „Österreichische Eierdatenbank“ oder die „International Egg Commission“? Warum messen Menschen in Laboren Parameter wie Eiklarindex oder Eierschalenbruchfestigkeit? Warum wird der Welteitag im Oktober gefeiert und wie hat einer seiner Erfinder das silberne Ehrenzeichen der Republik Österreich bekommen?

(Bild: Martin Gierus und der texture analyzer, Universität für Bodenkultur Wien)

Gestern hat die Ei-Themenwoche von « Moment » mit meiner Sendung begonnen.

Eine Sendung über Eierfrauen und -männer und ihre Arbeit im Hintergrund des landwirtschaftlichen Sektors. Hier noch 6 Tage zum Nachhören: oe1.orf.at/programm/20230403/715398/Die-Institutionen-in-Sachen-Ei (und hier die Anmoderation, die aus irgendeinem Grund weggeschnitten worden ist: oe1.orf.at/player/20230403/715397/1680528601991.582)

Wer hilft, wenn es zum Leben nicht reicht

Anlaufstellen für Armutsgefährdete und der Weg dorthin

Sozialhilfe, Familienhärteausgleich, Pensionsvorschuss, Notstandshilfe. Wer mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert ist, kann auf Hilfeleistungen in verschiedenen Formen hoffen. Aber der Weg durch Behörden und Ämter, um Ansprüche geltend zu machen, ist oft lang und steinig. Parallel zu den Leistungen des Sozialstaates bieten zahlreiche karitative Einrichtungen im Land Hilfe und Beratung. Das Angebot reicht von Delogierungsprävention über Rechtsberatung bis Schuldnerberatung. Aber auch da verlieren sogar erfahrene Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter manchmal den Überblick.
Wohin können sich Menschen wenden, wenn die Armut droht? Und was hindert manche, sich Hilfe zu holen?

Darum ging es heute in meinem Beitrag für « Moment », den ihr noch eine Woche lang online nachhören könnt: oe1.orf.at/programm/20230301/709789/Wer-hilft-wenn-es-zum-Leben-nicht-reicht